Er arbeitete mit der Politikerin Indira Gandhi


Von Nuran Atis

Wirtschaftswissenschaftler, Sozialarbeiter, Kulturvermittler und Ladeninhaber Phunktsok Naktsang versucht zu helfen wo er kann.
Seine Eltern sind 1959 von Tibet über die Himalaya nach Nepal geflüchtet. Er wuchs in einem Flüchtlingslager auf. Auch die Grundschulzeit verbrach Naktsang im selben Ort. Aber er gab nicht auf. Nachdem er die MBA in Kalkutta(Hauptstadt des Bundesstaaten Westbengalen in Indien) erfolgreich abgeschlossen hatte, hat sein Arbeitsleben angefangen.
Phunktsok Naktsang im Tibet Shop in der Kolumbastraße 5  Foto: Nuran Atis
Er wollte zurückgeben was er bekam, er glaubt an Reinkarnation. „Ich wollte meiner Exilregierung dienen und wurde nach Kathmandu (Hauptstadt von Nepal) in eine Teppichherstellungsfabrik geschickt, wo ich als Produktkontroller arbeitete“ erzählt er. In den 80er und 90er Jahren wurden Tibeter Teppiche sehr berühmt.
Übersetzer und Dolmetscher des Shamarpas
Später hat Naktsang beschlossen freiwillige Sozialarbeit zu leisten, indem er auch seine Kultur bewahrt hat. Er arbeitetete als Privatsekretär für Mipham Chökyi Lodrö, den Shamarpa und zweitbedeutendste Lama der Linie der Karma Kagyu-Schule (vermitteln tibetischen Buddhismus) Der Wissenschaftler hat für ihn jeweils ein Jahr in Singapur, Malaysia, und Hongkong als Übersetzer und Dolmetscher gearbeitet. Naktsang kann fließend Tibetisch, Nepalesisch, Indisch, Englisch und Deutsch sprechen.
Epik Geschichten aus Tourist verbotenem Königreich Mustang
Zwischendurch war Naktsang in Nepal und lernte 3 Habilitanden aus Köln, Gießen und Bonn kennen. Geographie, Soziologie, Linguistik und Epik Geschichten von Nepal wurden recherchiert, er half fleißig mit. Maria Kretschmar aus Köln lernte durch seine Hilfe in 6 Monaten fließend Tibetisch. Naktsang ging in dem Tourist verbotenem Bereich und nahm mit Hilfe des Königs Lo Gyalpo, Epik Geschichten verschiedener Menschen für Roland Bielmeier aus Bonn auf. Professor Bielmeier ( historische Linguistik) arbeitete später bis zu seinem Tod an der Universität Bern(Schweiz) Naktsang hat später für die Tribhuvan Universität(Nepal, Kathmandu) in einem botanischen Garten für ein Forschungszweck gearbeitet.
Treffen mit Dalai Lama
Naktsang war 1983 für den Shamarpa in der Stadt Kalkutta(Hauptstadt Westbengalen Indien) in der Weltbuddhistischen Konferenz als Übersetzer und Dolmetschertätig tätig. Er sah Dalai Lama( ozeangleicher Lehrer), Tenzin Gyatso dort zum zweiten Mal und konnte sich mit ihm privat unterhalten.
Naktsang sprach zusammen mit der damaligen indischen Politikerin und Premierministerin Indira Gandhi (starb 1984 durch ein Attentat) über den Bau vom Institut Neu Delhi . Das Grundstück wurde vom damaligen Präsidenten Neelam Sanjiva Reddy für die indische Gesellschaft geschenkt.

Links Phunktsok Naktsang, rechts Politikerin und Premierministerin Indira Gandhi, 1983

1986 wurde von Prof. Dr. Willibald Haffner (Justus Liebig Universität) nach Gießen eingeladen um weiterhin als Übersetzer und Dolmetscher bis 1987 zu helfen.
Die Reise ging weiter nach Hoffenheim. Der Wissenschaftler arbeitete 1987 im Institut Schloss Wachendorf(buddhistisches Lernzentrum) als Übersetzer und Dolmetscher. Das Lernzentrum wurde 1985 von dem Dalai Lama eröffnet. Naktsang wollte selbstständig werden und eröffnete ein Teppichladen in Euskirchen. Seit 2001 betreibt er den Tibet Shop in der Kolumbastraße 5. Buddhistische Statuen, Masken, Handkubstwerke, Klangschalen, Schmuck, Ketten, Edelsteine, Ohrringe, Teppiche aus Kaschmir, Seidentücher, Tücher, Wollseidentücher, Baumwollen Hemden und Hosen gibt es aus Nepal von montags bis samstags von 10 bis 18.30 Uhr im Tibet Shop zu kaufen.
Wer denkt dass es im Tibet Shop nur etwas zu kaufen gibt, der irrt sich. Phunktsok Naktsang versucht nämlich auch seinen Mitmenschen zu helfen. Er berät alle kostenlos über Tibet und die Kultur, freie Beratung über Meditation wird auch gebeten. „Ich darf hier in Deutschland wohnen und möchte etwas zurückgeben.
Phuntsok Naktsang im Tibet Shop mit einem Portrait von Dalai Lama Foto: Nuran Atis













Ich wünsche mir für Tibet mehr Menschenrechte, Pressefreiheit, Meinungsfreiheit und Reisefreiheit.“ fügt Naktsonk hinzu. Der hilfsbereite Wissenschaftler gibt jungen Mädchen und älteren Bildungsmöglichkeiten durch regelmäßige Spenden nach Indien. „Für ältere teilen wir Essen und Kleidung. Viele aus Tibet hatten keine Chance in die Schule zu gehen. Die Leittragenden sind besonders die Nonnen. Sie werden mit Gewalt von den Klöstern getrieben,gefoltert und vergewaltigt“, erläutert er traurig.
Naktsang, in seiner Kindheit mit Dalai Lama



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